Surfercity Tofino
Der Weltberühmte Surferspot, zugleich auch
Startpunkt für viele Whale Watcher, ist ein richtig entspanntes Surfernest. Ja,
richtig gelesen, ein Surfspot weit oben in Kanada und noch weiter weg von
jeglicher Wärme. Wunderschöne Landschaften, aber eben Wärme weder im Wasser
noch in der Luft. Wir haben auch nicht schlecht gestaunt. Immerhin hat das
Wasser gerade mal 11°C! „Es sei im Moment etwas kühl“, erzählt uns ein blondgelockter
Surferboy. Ja klar, verstehen wir. 11° C, absolut logisch. „Normal seien es
etwa 12°C“, meint der coole Boy, grinst und zottelt mit seinem Bord unter dem
Arm davon. Doch ein Blick auf die Strände ist wirklich erstaunlich. Regelmässige
Wellen und weitläufige, feinste Sandstrände mit traumhafte wilder Landschaft.
Beim lokalen Pizzabäcker – im Service und hinter den Pizzaöfen alles kleine
Beach Boy’s mit verbrannter Nase und lockerem Schritt – haken wir nach. 11°C
surfen sei noch gar nichts. Hier wird bei Winterstürmen und Schneefall gesurft.
Bei Schneefall auf die Welle? Geht’s noch! Doch, das sei völlig normal. Schiebt
ein Video ein und tatsächlich, die rennen mit ihren Brettern unterm Arm durch
den Schneebedeckten Strand und reiten die Wellen wie die Wilden. Wer wissen
will wie’s geht, hier ein kleiner Erfrischungsfilm für lernwillige Surffreaks http://www.youtube.com/watch?v=JvosJJPfFPU
und hier die unglaubliche Wintergeschichte von Tofino http://www.youtube.com/watch?v=az0FD_zLi2o
Freitag, 20. Juli 2012
Dienstag, 17. Juli 2012
Whales
Im wirklich süssen Dörfchen Ucluelet (ja, es ist ein
Zungenbrecher, wir üben immer wieder wie man das Teil auf englisch ausspricht)
stechen wir heute mit www.jamies.com bei
herrlichstem Sonnenschein zur See. Keine 10 Minuten nach der Hafenausfahrt, im
traumhaften Inselarchipel im Westen Vancouver Islands sind wir in kürzester
Zeit geradezu umzingelt von Humpback Wahles http://en.wikipedia.org/wiki/Humpback_whale
Sie gehören zur Spezies der Bartenwale und filtrieren ihre Nahrung aus dem
Wasser. Hier in Ucluelet sind sie den ganzen Sommer über und futtern Krill und
kleine Sardinen. Um die Fischschwärme an die Oberfläche zu treiben, spannen sie
ein Luftblasennetz rund um den Schwarm, aus welchem die Fische nicht entweichen
sondern nach oben flüchten. Der Wal stösst mit offenem Mund von unten an die
Wasseroberfläche und „siebt“ so mit lautem Zischen und Prusten seine Mahlzeit
aus dem eiskalten Salzwasser. Für die maistätischen Adler (http://en.wikipedia.org/wiki/Bald_Eagle)
und Möven ist es eine wunderbare Möglichkeit, am angerichteten zappligen Buffet
mitzuspeisen. Die Humpbacks springen und lassen sich mit lautem Klatschen auf’s
Wasser fallen. Tauchen senkrecht nach unten um unter die Fischschwärme zu
schwimmen und zeigen daher wunderbar ihre Fluke. Das Spiel geht nicht wie für
uns nur 2.5h. Es dauert den ganzen Sommer über. Bis sie richtig viel Fett
angefressen haben. Im September geht’s dann Südwärts in die Baja California
bzw. Costa Rica. Im warmen Gewässer bringen sie entweder den Nachwuchs auf die
Welt oder sorgen dafür, dass es wieder welchen gibt.
Sonntag, 15. Juli 2012
Downhill biken Vol. 2
Eigentlich sollte schon lange ein Blog stehen – sollte …
doch Downhill Biken das hat uns wirklich gebraucht. Am morgen jeweils leicht
verkrampft an Fingern, Rücken und in den Beinen. Den ersten Trail zum Aufwärmen
runterbolzen und dann nur noch mit Lift rauf und Bike runter. Staubschluckend
und schweisstriefend. Am Abend glücklich aber fix und foxi. Unfähig die
Tastatur zu bedienen. Hab doch gedacht, ich wüsste wie mit meinem
Crosscountry-Velöli über einen Hügel hüpfen. Fehlanzeige! Auf einen Hügel
losfahren und hoffen die Geschwindigkeit hebt mich aus den Angeln, vergessen. P-Air,
vermutlich Whistlers bester Bikecoach, seines Zeichens ehemaliger
Motocrossfahrer, klebt mir hinten an den Rillen. „bike down, knees wide, elbow
out and kick it! Auf Deutsch: Tramp den Esel in den Hang hinein, sonst hebst
nie ab! Hä? Ja! Das Teil wird nicht über den Hügel gehoben sondern ganz kurz
vor dem Hügel tüchtig in den Boden gestaucht. Das spannt die Feder derart, dass
sie beim Abheben zurückkickt. Wie ein Pferdchen das ausschlägt. Wenn dann noch
das Timing stimmt, beim Abheben der Mund geschlossen bleibt und der Blick nicht
beängstigend zwischen Rad und nicht mehr vorhandener Bodenhaftung sondern geradeaus
auf den nächsten Kicker und die darauffolgende 2m hohe Holzkiste, die es
hochzuspringen und überrollen gilt, dann kommt alles gut. Und am Ende, ich sags
euch, am Ende macht’s richtig Freude, wenn ich das Bike fahre und nicht
umgekehrt. Es wird noch ein Weilchen dauern bis es wirklich soweit ist. Doch
nun ist für heute Schluss in Whistler. Ein herrliches Konzert von http://www.locarnomusic.com/listen/
ist für uns der Abschluss. Morgen geht’s endlich los! Vancouver Island und die
Wale warten. Wir kooommeeeeeeennnnnn….
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