Freitag, 20. Juli 2012


Surfercity Tofino
Der Weltberühmte Surferspot, zugleich auch Startpunkt für viele Whale Watcher, ist ein richtig entspanntes Surfernest. Ja, richtig gelesen, ein Surfspot weit oben in Kanada und noch weiter weg von jeglicher Wärme. Wunderschöne Landschaften, aber eben Wärme weder im Wasser noch in der Luft. Wir haben auch nicht schlecht gestaunt. Immerhin hat das Wasser gerade mal 11°C! „Es sei im Moment etwas kühl“, erzählt uns ein blondgelockter Surferboy. Ja klar, verstehen wir. 11° C, absolut logisch. „Normal seien es etwa 12°C“, meint der coole Boy, grinst und zottelt mit seinem Bord unter dem Arm davon. Doch ein Blick auf die Strände ist wirklich erstaunlich. Regelmässige Wellen und weitläufige, feinste Sandstrände mit traumhafte wilder Landschaft. Beim lokalen Pizzabäcker – im Service und hinter den Pizzaöfen alles kleine Beach Boy’s mit verbrannter Nase und lockerem Schritt – haken wir nach. 11°C surfen sei noch gar nichts. Hier wird bei Winterstürmen und Schneefall gesurft. Bei Schneefall auf die Welle? Geht’s noch! Doch, das sei völlig normal. Schiebt ein Video ein und tatsächlich, die rennen mit ihren Brettern unterm Arm durch den Schneebedeckten Strand und reiten die Wellen wie die Wilden. Wer wissen will wie’s geht, hier ein kleiner Erfrischungsfilm für lernwillige Surffreaks http://www.youtube.com/watch?v=JvosJJPfFPU und hier die unglaubliche Wintergeschichte von Tofino http://www.youtube.com/watch?v=az0FD_zLi2o

Dienstag, 17. Juli 2012


Whales
Im wirklich süssen Dörfchen Ucluelet (ja, es ist ein Zungenbrecher, wir üben immer wieder wie man das Teil auf englisch ausspricht) stechen wir heute mit www.jamies.com bei herrlichstem Sonnenschein zur See. Keine 10 Minuten nach der Hafenausfahrt, im traumhaften Inselarchipel im Westen Vancouver Islands sind wir in kürzester Zeit geradezu umzingelt von Humpback Wahles http://en.wikipedia.org/wiki/Humpback_whale Sie gehören zur Spezies der Bartenwale und filtrieren ihre Nahrung aus dem Wasser. Hier in Ucluelet sind sie den ganzen Sommer über und futtern Krill und kleine Sardinen. Um die Fischschwärme an die Oberfläche zu treiben, spannen sie ein Luftblasennetz rund um den Schwarm, aus welchem die Fische nicht entweichen sondern nach oben flüchten. Der Wal stösst mit offenem Mund von unten an die Wasseroberfläche und „siebt“ so mit lautem Zischen und Prusten seine Mahlzeit aus dem eiskalten Salzwasser. Für die maistätischen Adler (http://en.wikipedia.org/wiki/Bald_Eagle) und Möven ist es eine wunderbare Möglichkeit, am angerichteten zappligen Buffet mitzuspeisen. Die Humpbacks springen und lassen sich mit lautem Klatschen auf’s Wasser fallen. Tauchen senkrecht nach unten um unter die Fischschwärme zu schwimmen und zeigen daher wunderbar ihre Fluke. Das Spiel geht nicht wie für uns nur 2.5h. Es dauert den ganzen Sommer über. Bis sie richtig viel Fett angefressen haben. Im September geht’s dann Südwärts in die Baja California bzw. Costa Rica. Im warmen Gewässer bringen sie entweder den Nachwuchs auf die Welt oder sorgen dafür, dass es wieder welchen gibt.

Sonntag, 15. Juli 2012


Downhill biken Vol. 2
Eigentlich sollte schon lange ein Blog stehen – sollte … doch Downhill Biken das hat uns wirklich gebraucht. Am morgen jeweils leicht verkrampft an Fingern, Rücken und in den Beinen. Den ersten Trail zum Aufwärmen runterbolzen und dann nur noch mit Lift rauf und Bike runter. Staubschluckend und schweisstriefend. Am Abend glücklich aber fix und foxi. Unfähig die Tastatur zu bedienen. Hab doch gedacht, ich wüsste wie mit meinem Crosscountry-Velöli über einen Hügel hüpfen. Fehlanzeige! Auf einen Hügel losfahren und hoffen die Geschwindigkeit hebt mich aus den Angeln, vergessen. P-Air, vermutlich Whistlers bester Bikecoach, seines Zeichens ehemaliger Motocrossfahrer, klebt mir hinten an den Rillen. „bike down, knees wide, elbow out and kick it! Auf Deutsch: Tramp den Esel in den Hang hinein, sonst hebst nie ab! Hä? Ja! Das Teil wird nicht über den Hügel gehoben sondern ganz kurz vor dem Hügel tüchtig in den Boden gestaucht. Das spannt die Feder derart, dass sie beim Abheben zurückkickt. Wie ein Pferdchen das ausschlägt. Wenn dann noch das Timing stimmt, beim Abheben der Mund geschlossen bleibt und der Blick nicht beängstigend zwischen Rad und nicht mehr vorhandener Bodenhaftung sondern geradeaus auf den nächsten Kicker und die darauffolgende 2m hohe Holzkiste, die es hochzuspringen und überrollen gilt, dann kommt alles gut. Und am Ende, ich sags euch, am Ende macht’s richtig Freude, wenn ich das Bike fahre und nicht umgekehrt. Es wird noch ein Weilchen dauern bis es wirklich soweit ist. Doch nun ist für heute Schluss in Whistler. Ein herrliches Konzert von http://www.locarnomusic.com/listen/ ist für uns der Abschluss. Morgen geht’s endlich los! Vancouver Island und die Wale warten. Wir kooommeeeeeeennnnnn….